Am Freitag, den 24.04.2026, besuchte die Gesellschaft für Erdkunde zu Köln gemeinsam mit interessierten Teilnehmenden den Containerhafen Köln-Niehl. Organisiert wurde die Exkursion von GfE-Mitglied Albert Kruff.
Der Hafen zählt zu den bedeutendsten Binnenhäfen Deutschlands. Seit seiner Fertigstellung im Jahr 1925 ist er der größte der sechs Kölner Häfen und nach Duisburg der zweitgrößte Binnenhafen des Landes. Ursprünglich diente er der Versorgung der Region mit Schütt- und Stückgut. Mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel und dem Aufkommen des Containertransports hat sich seine Funktion jedoch grundlegend verändert. Heute ist der Standort nahezu vollständig auf den Containerumschlag ausgerichtet.
Im Rahmen der Führung begleitete Herr Oliver Haas, Business Development Manager bei der HGK Intermodal Köln GmbH, die Gruppe über das Hafengelände. Dabei gab er einen praxisnahen Einblick in die Abläufe des modernen Hafenbetriebs und erläuterte die verschiedenen Prozessschritte direkt vor Ort.
Besonders anschaulich wurden die logistischen Abläufe durch die Beobachtung zentraler Vorgänge wie dem Be- und Entladen von LKW sowie dem Anlegen und Abfertigen eines Binnenschiffs. Dadurch wurden die Dimensionen und die hohe Effizienz der täglichen Umschlagsprozesse unmittelbar erfahrbar.
Ein zentrales Merkmal des Standorts ist seine multimodale Anbindung. Die direkte Verknüpfung von Wasserstraße, Schiene und Straße ermöglicht einen schnellen und reibungslosen Güterumschlag. Die Häfen und Güterverkehr Köln AG sorgt darüber hinaus mit einer umfangreichen Binnenschiffflotte für die Anbindung an wichtige Häfen in ganz Westeuropa.
Die Exkursion bot insgesamt einen eindrucksvollen Einblick in die heutige Logistikpraxis und verdeutlichte zugleich die Entwicklung des ehemaligen Güterhafens hin zu einem hochspezialisierten Knotenpunkt moderner Warenströme.
Wir danken Herrn Haas für die spannende Führung, Herrn Kruff für die Organisation und allen Teilnehmenden für ihr Interesse und die gelungene Exkursion.

